In prähistorischen Zeiten, als der Internetdschungel vorwiegend
von Computerfreaks bewohnt war, gehörte zu jeder guten Homepage
eine kleine Liste mit Linkempfehlungen. Diese Listen waren auch bitter
nötig, weil die Ergebnisse von Suchmaschinen in jenen Zeiten
ähnlich brauchbar waren wie Regenschirme für Dinosaurier
im Kometenhagel.
Damals ermittelten Suchmaschinen ihre Ergebnisse vorwiegend aus den Inhalten der Webseiten. Leider zählten sie nur Inhalte, verstanden sie aber nicht und waren für Täuschungen anfällig. Google revolutionierte die Suchtechnik indem es in erster Linie auf den Empfehlungscharakter von Links setzte. Wenn viele Links zu einer Website führen, müssen die Inhalte der Website von besonderer Qualität sein, war die Überlegung bei den Google-Machern. Folglich landete eine solche Website in den Ergebnislisten weit oben.
Da Google heute einen Marktanteil von über 80% hat und andere Suchmaschinen inzwischen eine ähnliche Suchlogik anwenden, muss es das Ziel einer Website sein, möglichst viel gelinkt zu werden.
Für Firmen- und Freiberuflerpräsentationen bieten sich vor allem Webkataloge an, um an Links zu kommen. Dabei ist Link jedoch nicht gleich Link. Viele Kataloge linken nicht direkt zu einer Website, sondern nehmen den Umweg über ein Skript, um beispielsweise statistische Auswertungen vorzunehmen. Solch eine Verlinkung nützt Ihnen meist nichts, denn Suchmaschinen registrieren oft nur den Link zum Skript, nicht die Weiterleitung zu Ihrer Website.
Wie können Sie nun die guten von den schlechten Links unterscheiden? Ganz einfach: Rufen Sie einen Katalog auf, gehen Sie in eine beliebige Kategorie und führen den Mauszeiger zu einem Firmenlink. Wenn Sie in Ihrem Browser nun ganz unten auf den grauen Fensterrand schauen, sehen Sie die Statuszeile. Dort wird eingeblendet, welche Internetadresse sich unter dem sichtbaren Linktitel verbirgt.
Erscheint dort nicht die Adresse der verlinkten Website, sondern etwas wie www.einwebkatalog.de/jump.php?id=2345, dann ist der Katalog für Ihre Linkjagd meist nicht brauchbar.
In solche Kataloge sollten Sie sich nur eintragen, wenn diese bei für Sie interessanten Suchbegriffen sehr weit vorn in der Suchmaschinenergebnisliste auftauchen, wie z.B. bei der Kombination Branche und Ort.
Allgemeine Webkataloge, die alle Themengebiete des Webs zu erfassen suchen, gibt es heutzutage viele. Ich habe Ihnen eine kleine Liste mit Webkatalogen zusammengestellt, die getestetermaßen folgende paradiesischen Kriterien erfüllen:
Pagerank ist die Wertschätzung, die Google einer Seite entgegenbringt. Da Sie über einen Link etwas vom Pagerank-Kuchen abbekommen, ist ein Link von einer Website umso wertvoller je höher der Pagerank. Im Normalfall sinkt der Pagerank von der Startseite einer Website zu den Unterseiten kontinuierlich ab. Daher sind hier nur Kataloge aufgezählt, die auch noch auf den einzelnen Kategorienseiten einen Pagerank aufweisen. Selbst überprüfen können Sie den Pagerank einer Seite übrigens mit der Googlebar.
Allgemeine Webkataloge, in denen ein Eintrag lohnt:
Nicht mehr berücksichtigt sind die Klassiker dmoz.org und Yahoo. Diese Kataloge werden nur noch punktuell gepflegt, wobei gerade kommerzielle Gebiete völlig vernachlässigt werden.
In den meisten Katalogen müssen Sie sich für eine Anmeldung
zu Ihrer gewünschten Kategorie durchhangeln. Sollte ein Katalog
in vielen Kategorien schwach besetzt erscheinen, ist das kein KO-Kriterium.
Wichtig ist bei diesen Katalogen nicht, ob sie für Nutzer bei
allen Themen brauchbare Ergebnisse bringen, sondern dass sie bei Google
gutes Ansehen genießen (=hoher Pagerank) und Ihnen per Link
dieses Ansehen weitergeben. Denn nur so bring’s die Links. ![]()

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